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Microsoft Surface? Das neue Smartcover ist der eigentliche Star!

Microsoft hat nun also auch ein Tablet vorgestellt. Und auch wenn die gesamte Präsentation inklusive der Geheimkrämerei natürlich ein wenig wie eine billige Apple-Kopie wirkte, so ist das gezeigte doch durchaus beachtlich. 

Die Metro-Optik ist toll. Das weiß man schon seit Windows Phone 7 und sie funktioniert auch hervorragend auf einem Tablet - vielleicht sogar noch wesentlich besser. Denn hier wirkt es nicht wie eine stellenweise größer skalierte Smartphone-UI (einen Eindruck, den das iPad für mein Dafürhalten nie zu 100% entkräften konnte). 

Noch viel spannender finde ich allerdings das gezeigte Smartcover, das dem Gerät direkt eine Tastatur hinzufügt, ohne das Gefühl zu haben extra eine Tastatur mit sich tragen zu müssen. Das ist eine wirklich smarte Idee und man muss sich fragen, warum noch niemand vorher darauf gekommen ist. Vor allem schafft es Microsoft damit aber die Lücke zwischen Heim-Computer und Tablet zu schließen. Das iPad ist das mit Abstand beste Tablet auf dem Markt, aber in meinen Augen ist es nicht in der Lage einen PC/Mac zu ersetzen. Selbst für Gelegenheitsnutzer wie die Generation meiner Eltern. Sie bräuchten neben dem Tablet immer noch einen “richtigen” Computer. Windows 8 scheint erstmals in der Lage, dies zu ändern. Windows 8 bietet eine Maus- und eine Touchoberfläche und gemeinsam mit dem vorgestellten Smartcover (und dem Ausklappbaren “Standfuß”) wird mein Tablet ohne gefühltes zusätzliches Gerät zu einem vollwertigen Windows 8 PC - oder mindestens zu einem der den Ansprüchen meiner Mutter mehr als genügen würde. 

Hier versteckt sich eine durchaus essentielle Philosophie: das Tablet hat das Zeug DER eine Computer im Haushalt zu sein. Neben solch einem Tablet ist kein weitere Computer notwendig. Apples iPad ist genau darauf nicht aufgelegt (zumindest im Moment) und genau darin liegt vielleicht die große Chance für die Surface Tablets, Windows 8 und letztlich Microsoft.

Natürlich muss erwähnt werden, das dann auch vieles davon abhängt, ob Microsoft es schafft die Leichtigkeit und das Nutzererlebnis, dass Apple Produkte auszeichnet, auch auf die Windows 8 Welt zu übertragen. Und es stellt sich die Frage, was die Geräte dann wirklich kosten und wie lange eigentlich deren Akku hält. Hier schlummern durchaus noch viele, bis jetzt nicht zufriedenstellend beantwortete, Unbekannte.

Aber, wenn Microsoft seine Hausaufgaben in dieser Hinsicht (hoffentlich!) macht, ermöglicht die beschriebene Philosophie des vollwertigen Tablets Microsoft ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber Apple. Wir dürfen gespannt sein.

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Das iPad 3 ist da

Und wie erwartet kommt es mit einem fantastischen Display daher. Zusätzlich bietet es außerdem einen LTE Chip - das finde ich persönlich auch sehr spannend (auch wenn ich noch verwirrt bin, ob es auch mit den hiesigen Frequenzbändern funktioniert - Apple bietet das iPAD 4G im deutschen Store ganz normal an, während die Telekom davon spricht, dass es hier nicht funktioniert?). 

Klingt irgendwie alles gar nicht so spektakulär - ist es aber. Denn Apple vergrößert den Vorsprung auf die Konkurrenz wieder um eine kleines, aber vermutlich immer noch entscheidendes Stück. Und das ist die eigentlich wichtige Erkenntnis des Abends. Auch wenn es von Apple etwas polemisch breitgetreten wurde, so hatte Tim Cook doch eigentlich Recht - Die Konkurrenz schafft es nur sehr langsam überhaupt Boden gut zu machen. Und die mit dem neuen iPad einhergehende Preissenkung des iPad 2 wird sich die Senkung des Markanteils von Apple am Tabletmarkt noch einmal wieder verlangsamen. Ein iPad 2 für 399€ ist einfach eine Ansage, die erst einmal mit der gleichen Qualität unterboten werden muss.

Nun denn, schauen wir einmal, was im Jahr noch so passiert - im Moment sehe ich Apple weiter fleissig Geld scheffeln, während die Samsungs und Asus’ erst einmal nachlegen müssen. Nicht zu vergessen Amazon, die aber natürlich den ganz klaren Preisvorteil mit angebundenem Ecosystem auf ihrer Seite haben und deswegen vielleicht weniger betroffen sind.

Und wer die Keynote noch einmal auf zusammengefasst sehen möchte: Gizmodo bietet eine Zusammenfassung in 100 Sekunden. http://gizmodo.com/5891416/the-entire-new-ipad-keynote-in-99-seconds

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Zeit: “Apple will das Schulbuch neu erfinden”

Seit einigen Tagen ist ja der ominöse Apple-Termin am 19.1. bekannt und man weiß bereits, dass es sich wohl um Bücher drehen wird. Und da liegt der Schluss nahe, dass es im speziellen Schulbücher ein Thema sind. Bei der Zeit-Online gibt es dazu einen schönen Artikel:

http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-01/apple-ipad-schulen-schulbuch/seite-2

Und wenn man sich diesen einmal zu Gemüte führt und darüber nachdenkt, macht es auch total Sinn. Für Apple natürlich, (worauf der Artikel seinen Schwerpunkt legt), aber ebenso ganz allgemein (was auch Erwähnung findet).

Beispiele:

- Die Schüler brauchen nicht mehr X Bücher mit sich “herumzutragen” (wer mal den Schulranzen eines Grundschülers hochgehoben hat, weiß wovon ich rede), sondern nur noch ein Tablet mitzunehmen.

- In einem interaktiven multimedialen Schulbuch werden Dinge anfass- und erlebbar: im Biologiebuch können die Schüler den menschlichen Körper natürlich anfassen, drehen und in verschiedenen Ebenen in sein Inneres schauen. Das Musikbuch ermöglich ihnen verschiedene Stücke oder Stile direkt nacheinander anzuhören. usw.

Man kann das Ganze sogar noch viel weiter denken:

- Der Lehrer kann zu bestimmten Kapiteln zu einem Buch für seine Klasse weitere Inhalte hinterlegen/verlinken.

- Schüler können gemeinsam ihre Bücher nutzen: man lege mehrere iPads zusammen, um ein gemeinsames Ganzes zu erschaffen (aus den verschiedenen Stimmen eines Stückes die Sinfonie, aus mehreren Teilen, den menschelichen Körper, usw.)

- Die Schüler lernen mit dem Buch das Schreiben, indem sie entweder direkt auf dem Tablet schreiben, oder aber ihre Wörter/Texte fotografieren und eine Kontrolle durch das Buch stattfindet.

Die Liste lässt sich fast beliebig fortsetzen.

Das Tablet erscheint einfach als ein prädestiniertes Arbeitsmittel für den Unterricht (man braucht dazu ja nur einmal zu schauen, wie kleine Kinder heute schon mit Touchscreen-Computern umgehen). Wir alle wissen und erleben selbst, welche Faszination interaktive Bücher und Geschichten auf einem Tablet ausüben. Da ist es nur logisch, richtig und unbedingt notwendig, diese - neben den offensichtlichen praktischen Vorteilen - auch für den Unterricht zu nutzen (natürlich nutzt sich diese Faszination mit der Zeit ab, aber die Vorteile und größeren Möglichkeiten überwiegen auch dann noch in großem Maße).

Zusammenfassend lässt sich sagen: ja, es erscheint mehr als logisch, dass Apple sich in diesem Bereich engagiert und eine weitere Quelle zum Gelddrucken auftut. Denn es ist ein wichtiger Teil der Zukunft in der Bildung. So, wie die Smartboards die Kreidetafeln immer mehr ablösen, werden die Tablets natürlich die gedruckten Bücher ablösen. Und jeder der irgendetwas mit Schulbüchern zu tun hat, sollte und muss sich dessen bewußt sein. Das Thema interaktive Bücher gewinnt mit den Schulbüchern eine ganz neue Dimension.

UPDATE: auf Mobile Zeitgeist gibt es ebenfalls einen ganz interessanten Kommentar zur Apple & Schulbücher - Thematik. Ich persönlich finde es natürlich richtig, die Nutzung eines ganz bestimmten Produktes so zu kritisieren, finde es aber generell etwas kurzsichtig, falsch und gefährlich, die Möglichkeiten der Technologie bzw.- des neue Mediums Tabletcomputer gleich mit zu verdammen. Mit dieser Argumentation müssten wir heute in der Schule noch auf Stein meißeln… ;-) http://www.mobile-zeitgeist.com/2012/01/16/topnews-justbook-ermoglicht-spontane-hotelbuchung-per-app/