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moovel - oder die Zukunft des urbanen Verkehrs

Wer in einer Großstadt wie Hamburg von A nach B möchte kennt das Problem: es gibt viele Möglichkeiten und jede hat ihre eigene App.

  1. Mit dem Rad? Stadtrad-App öffnen. wo ist die nächste Station? Sind Räder dort?
  2. Oder mit der Bahn? App des öffentlichen Nahverkehrs öffnen. Bus oder Bahn? Wo ist die nächste U/S-Bahn Station oder Bushaltestelle? Wie lang dauert es? 
  3. Oder doch mit einem Auto? Car-Sharing-App öffnen. Wo ist das nächste Auto?
  4. Oder kann mich vielleicht jemand mitnehmen? Mitfahrgelegenheit-App öffnen. Ist jemand in der Nähe, der auch in meine Richtung fährt?

Und nachdem ich vier Apps geöffnet und geschlossen habe, stellt sich dann auch noch die Frage, welcher Weg nun der schnellste ist. Mit moovel schickt sich nun (endlich!) ein System an, dieses Problem zu lösen. moovel beinhaltet zum Start (erst einmal nur in Stuttgart) alle Angebote des öffentlichen Nahverkehrs, sowie mitfahrgelegenheit.de und bietet darüber hinaus auch die Option Taxi an. Nach eigener Aussage kommen nach und nach weitere Angebote hinzu (mir fallen da Stadträder und Carsharing ein, die noch hinzukommen müssen). Wenn dann alle relevanten Nahverkehrsangebote eingebunden sind brauche ich endlich nur noch EINE App, um meinen Weg von A nach B zu planen.

Darüber hinaus ist im Übrigen auch das User Interface der App sehr schön und überzeugend gelungen. Angelehnt an das Amen-Prinzip gebe ich meine Suchanfrage ein: Ich möchte jetzt von A nach B. “Möchte” kann durch “fahre” ersetzt werden, wenn ich eine Mitfahrgelegenheit anbieten möchte. “Jetzt” hingegen kann durch eine beliebige andere Zeit ersetzt werden und für “A” und “B” können Haltestellen oder auch Adressen angegeben werden. Einfacher geht es nicht.  

Aber, ein solches System sind viel mehr als eine schöne, praktische App. Es ist nicht weniger, als die Zukunft des urbanen Verkehrs. Denn in Zeiten immer dichteren Verkehrs werden private PKW über kurz oder lang aus den Innenstädten immer weiter verschwinden (müssen). Zum einen, weil die Straßen nicht beliebig ausgebaut werden können, zum anderen, weil es auch nicht genügend Parkplätze gibt. Wenn ich mich in Hamburg-Eimsbüttel umschaue, so stehen dort die meisten PKW die gesamte Woche nur herum und blockieren Platz.

Das bedeutet, man muss es den Menschen so einfach wie möglich machen, ihre Wege in der (Groß-)Stadt so einfach und effektiv wie möglich zu erledigen, so dass sie gar kein Bedürfnis mehr danach haben, diese Wege mit ihrem eigenen Auto zu erledigen: Wenn ich einen größeren Einkauf erledigen muss, brauche ich schnell und unkompliziert ein Auto. Zur Arbeit fahre ich morgens mit einem Stadtrad und von dort abends direkt mit der U-Bahn ins Kino. Und die Menschen, die ihr Auto (noch) brauchen, können einfach und unkompliziert andere Menschen mitnehmen. Es geht also darum, dass ich für mein jeweiliges Bedürfnis jeweils das beste Verkehrsmittel einfach und schnell finde. Manchmal muss es schnell gehen, manchmal soll es günstig sein, manchmal habe ich große Dinge zu transportieren, usw.

Sobald mir ein System diese Entscheidungen abnehmen, bzw. mir die besten Möglichkeiten entsprechend meiner Kriterien anbieten kann, ich mir auch keine Gedanken mehr über die Abrechnung machen muss, weil dies ebenfalls von der App übernommen wird und die entsprechenden Verkehrsmittel (Carsharing-PKW, Stadträder) in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, brauche ich definitiv keinen eigenen PKW mehr, um meine Wege in der Stadt zu erledigen. Denn die anderen Möglichkeiten sind bequemer, schneller und letzten Endes wahrscheinlich sogar billiger (wenn ich keinen eigenen PKW mehr unterhalten muss). 

So kann eines der größten Verkehrsprobleme der Gegenwart und Zukunft gelöst werden. Und moovel hat in dieser Woche einen ersten Schritt in diese Zukunft getan.

www.moovel.com

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